"Sportbonus"-Aktion ist größte Mitglieder-Rückgewinnung der heimischen Sportgeschichte Mehr Bewegung durch Sportbonus
Zurück in die Sportvereine: Wir fördern Ihre Mitgliedschaft
Das Sportministerium startete zusammen mit Sport Austria die größte Mitgliederrückgewinnungs-Aktion der österreichischen Sportgeschichte. Im Vergleich zu 2017 verzeichnete man bei einer Erhebung im 3. Quartal 2020 und 1. Quartal 2021 um 550.000 Sportvereins-Mitglieder weniger. Auch aus volksgesundheitlicher und volkswirtschaftlicher Sicht alarmierende Zahlen. Diesem Mitgliederschwund will das Sportministerium entgegensteuern und die Menschen zurück in die Sportvereine bringen.
Sportbonus
Für die Saison 2021/2022, das Kalenderjahr 2022 oder die Saison 2022/23 übernimmt das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport deshalb 75 % des Mitgliedsbeitrags. Der Zuschuss wird mit 90 Euro pro neuer Mitgliedschaft gedeckelt. Der Zuschuss beträgt für Personen mit einem Vertriebenen-Status gemäß Vertriebenen-Verordnung (BGBl. II Nr. 92/2022) 100% des regulären Mitgliedsbeitrages, maximal jedoch 120 Euro. Eine förderbare Mitgliedschaft muss für einen Mindestzeitraum von drei Monaten abgeschlossen werden. Neumitglieder bezahlen bei allen teilnehmenden Sportvereinen nur den eigenen, stark reduzierten Beitrag ein, die Sportvereine erhalten den Zuschuss über die an der Abwicklung beteiligten Dach- und Fachverbände. Der Beitrag des neuen Vereinsmitglieds muss zwischen 1. September 2021 und 15. September 2022 einbezahlt werden, damit der Zuschuss ausbezahlt werden kann.
"Mein Appell geht an die zigtausenden Sportfunktionärinnen und -funktionäre im Land: Melden Sie Ihren Verein auf sportbonus.at an, werden Sie Teil des Programmes, nützen Sie die Chance, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Der Sportbonus bringt mehr Bewegung ins Leben vieler Menschen und stärkt die Sportvereine als wichtige Säule der Gesellschaft", ist Sportminister Werner Kogler überzeugt.
Gravierender Rückgang von Sportvereinsmitgliedschaften
Waren laut Mikrozensusbefragung der Statistik Austria im Jahr 2017 rund 2,1 Millionen Menschen oder rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung Mitglied in zumindest einem Sportverein, ist dieser Anteil bei der zweiten Befragung, natürlich auch pandemiebedingt, auf rund 1,6 Millionen oder 18% zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von 550.000 Sportvereinsmitgliedschaften im Vergleich zu 2017!
Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Jüngsten (0 bis 5 Jahre) mit minus 54 Prozent. Die Schulpflicht federt diesen Effekt ab (6 bis 9 Jahre: minus 22 Prozent, 10 bis 15 Jahre: minus 31 Prozent). Danach geht es allerdings wieder nach unten (16 bis 19 Jahre: minus 46 Prozent). Bei den Erwachsenen liegt der Effekt, abhängig von der Altersgruppe, zwischen minus 14 und minus 31 Prozent.
Reduzierte Aktivität der Mitglieder
Auch die Nutzung des Sportangebots durch die Vereinsmitglieder ist zurückgegangen. Bei den regelmäßigen Nutzer:innen (d.h. mindestens einmal pro Woche) kam es zu einem Rückgang von 62 auf 45 Prozent. Hingegen stieg der Anteil der Mitglieder, die das Sportangebot im Verein nie nutzten, von 10 auf 39 Prozent. Somit kommt zum Verlust von Sportvereinsmitgliedern auch eine Reduktion der Aktivität bestehender Mitglieder hinzu.
#comebackstronger-Maßnahmen-Paket - Gestärkte Rückkehr in den Sport
Das #comebackstronger-Maßnahmen-Paket besteht aus 57 Vorschlägen, die vom Sportministerium gemeinsam mit Sport Austria, den Dach - und Fachverbänden und externen Expert:innen erarbeitet wurde. Vieles aus diesem Paket ist bereits umgesetzt. Zu den Maßnahmen, die derzeit in Planung oder Umsetzung sind, zählen:
- die Mittel-Aufstockung für die Programme Kinder gesund bewegen 2.0 und Bewegt im Park.
- Start des bundesweiten Programms von Jackpot.fit. Ein Programm für bislang körperlich inaktive Menschen.
- der Lange Tag des Sports, der am 24. September erstmals in Schulen und Sportvereinen stattfinden wird und mehr Bewegung ins Leben von Jung und Alt bringen soll.